KUNG FU FÜR KINDER - UNSERE KINDERKURSE

Wir bieten Ihnen Kurse für Kinder im Alter von 4 bis 6 und von 7 bis 12 Jahren:

Kung Fu Kids – für Kinder von 7-12 Jahre

Das Unterrichtssystem ist mit seinem Inhalt speziell auf diese Altersgruppe abgestimmt. Betrachtet man die Freizeitgestaltung der Kinder, so liegt in der Beliebtheitsskala ganz vorn: Freunde treffen, Musik hören und ein enormer Medienkonsum. Dies hat zur Folge, dass viele Kinder unter Übergewicht, Haltungsschwächen, Koordinationsschwächen und Herz-Kreislaufschwächen leiden. Diese Defizite kann man mit einem speziellen Kampfkunstunterricht ausgleichen und ihr Kind in seiner Ausdauer, Koordination, Konzentration, Beweglichkeit und Kraft fördern.

Ein weiterer Teil des Unterrichtes nimmt die altersgerechte Kinderselbstverteidigung ein, in dem die Kinder lernen, kritische Situationen verbal oder körperlich zu lösen. Ihr Kind lernt unter anderen sich gegen Pöbeleien auf dem Schulhof, Mobbing und gegen  körperliche Angriffe effektiv zu schützen.


Shaolin Kids – für Kinder von 4-6 Jahre

Dieses Unterrichtssystem richtet sich an Vor-und Grundschulkinder. Der Unterricht ist so gestaltet das die Kinder schnelle Erfolgserlebnisse und systematische Fortschritte erleben. Der Schwerpunkt des Unterrichtes liegt mehr auf motorische Grundfertigkeiten als auf traditionelle Lehrweisen, die in dieser Altersgruppe schwierig nachzuvollziehen sind.

Es ist für die Kinder ein einfaches und natürliches Unterrichtssystem mit Grundlagen der Kampfkunst, das spannender und unterhaltsamer ist. Neben der körperlichen Ausbildung, legen wir auch Wert auf das soziale und intellektuelle Wachstum des Kindes. Dazu gibt es monatliche Kapitel zur Sicherheit und Life Skills im Unterricht.  Dieses Unterrichtssystem kann der Schlüssel zum Erfolg ihres Kindes werden, ihr Kind hat ein Ziel gesetzt bekommen und wird regelmässig motiviert dieses zu erreichen.


Weitere Informationen zum Kung Fu:

  1. Was ist Kung Fu?

    Kung Fu ist die Gesamtheit aller traditionellen chinesischen Kampfkünste. Die Bezeichnung Kung Fu ist eher ein allgemeiner Begriff, der in den westlichen Ländern populär ist, in China aber für  >> geschickt ausgeführte Übung<< steht.

    „Wir üben uns in Kampfkunst nicht um andere zu besiegen, sondern uns selbst“ ( unbekannt).

    Bereits im dritten Jahrtausend vor Christus, soll es eine Form des Kampfes mit bloßen Händen gegeben haben. Die ersten verlässlichen Erwähnungen der Kampfkünste, gehen auf die Zeit der Chou-Dynastie (11.-3.Jahrhundert v. Chr.) zurück. In den Anfängen war es nur eine einfache, nicht festgelegte Form des Kämpfens, dass durch viele Generationen von Kämpfern immer weiter perfektioniert wurde.

    Über die Jahrhunderte wurden die Kampfkünste zu einer hochwissenschaftlichen und Philosophischen Kunst der Selbstverteidigung. Die Chinesen erkannten auch die anderen Vorteile eines intensiven Kampftrainings: Aufbau der Muskulatur, Stärkung des Immunsystems und Pflege der geistigen Kräfte. Die Bewegungsvielfalt der chinesischen Kampfkünste halten für jeden Übenden etwas bereit. Das Erlernen von Kung Fu ist nicht nur eine Art der Selbstverteidigung und Stärkung des Körpers, sondern auch eine Reise in die chinesische Vergangenheit.

  2. Kung Fu Training

    Das Kung Fu-Training ist sehr abwechslungsreich aufgebaut. Durch Kraft-, Dehnungs-und Ausdauerübungen wird der Körper auf das Kung Fu vorbereitet. Mit den Grundbasisübungen, wie Stände und Tritttechniken, werden zB. Gleichgewicht und Körperkoordination trainiert. In den Handformen des Tang Lang lernt man die Kampf-und Bewegungsprinzipien des Stiles kennen. Zur Vertiefung der Kampfkunst gehört auch das Waffentraining. Es werden klassische traditionelle Waffen wie Stock, Säbel, Schwert und Doppelwaffen unterrichtet.

    Der Schüler lernt im Training alle Aspekte der chinesischen Kampfkünste kennen. Sei es die Stärkung von Körper und Geist oder Respekt und Achtung seinem Trainingspartner und Mitmenschen gegenüber. Grundvoraussetzungen für das Kung Fu-Training sind nicht nötig. Jeder wird nach seinen Fähigkeiten unterrichtet und gefördert. Ein Probetraining ist jederzeit möglich.

  3. Das Tang Lang Kung Fu

    Die Gottesanbeterin:
    Schon zu frühester Neuzeit erregte die Gottesanbeterin die Neugier bei den Menschen und sorgte für zahlreiche Sagen und Mythen. Durch ihr ungewöhnliches Aussehen erweckte sie Ehrfurcht und Respekt in verschiedenen Kulturen. Um die Entwicklung des chinesischen Tang Lang Kung Fu ranken sich viele Legenden. Diese Legenden entstanden im Laufe vieler Generationen, da die Geschichte der Entstehung des Tang Lang Kung Fu lange Zeit nur mündlich überliefert wurde. Den Legenden nach schätzt man das Alter des Stiles auf 300-350 Jahre.

    Ihren Namen verdankt sie ihrer typischen Lauerstellung: Mit ihren angezogenen Fangbeinen sieht sie aus, als würde sie beten.

    Der Stilbegründer
    Ein Mönch namens Wang Lang soll zu Beginn der Qing-Dynastie (1644-1911) den Tang Lang Stil gegründet haben. Demnach war Wang Lang ein Meister im Qixing Tanglangquan (Sieben-Sterne-Boxen), das im Kloster geübt wurde.

    Aber selbst um die Person Wang Lang sind viele Geschichten entstanden. Danach soll er im Kampf immer gegen einen seiner Brüder, man sagt dem Abt, verloren haben. Selbst nach vielen Trainingseinheiten musste er feststellen, dass er gegen eine bestimmte Technikfolge des Tong Bei-Stils keine Chance hatte. Nachdem er mal wieder verloren hatte, soll er sich ins Gras vor dem Kloster gelegt haben. Dort beobachtete er den Angriff einer Gottesanbeterin auf eine Zikade. Da die Gottesanbeterin kleiner als die Zikade war, sah es nach einem ungleichen Kampf aus. Wang Lang war sehr überrascht, als die Gottesanbeterin den Kampf nicht nur gewann, als auch der Zikade keine Chance überließ. Er war so begeistert von der Gottesanbeterin, dass er sie einfing und mitnahm. Wang Lang studierte daraufhin ihr Kampfverhalten gegen verschiedene Gegner und trainierte heimlich die daraus entwickelten Kung Fu Techniken. Nach langem Training stellte er sich seinem Kung Fu-Bruder und gewann den Kampf. Seinen Technikfolgen fehlten aber die Bein- und Fußtechniken. Nach reichlichen Überlegungen mit seinem Kung Fu-Bruder sahen sie die Bein- und Fußtechniken des Affenstils als am geeignetsten an um seinen Stil zu perfektionieren.

    Der Tang Lang Stil ist somit eine Zusammensetzung aus verschiedenen Stilen. Wang Lang selbst soll keine Formen (Tao Lu) entwickelt haben, sondern nur Arm- und Schrittmethoden. Die Formen sind erst durch spätere Generationen entwickelt worden.

    In Nord- und Südchina entwickelten sich im Laufe der Jahre unterschiedliche Tang Lang Stile. Die drei Hauptstile sind:

    Meihua Tanglangquan – „Pflaumenblüten-Tanglang“
    Qixing Tanglangquan – „Sieben-Sterne-Tanglang“
    Liuhe Tanglangquan – „6-Harmonie-Tanglang“

    Aus diesen drei Hauptstilen, sind wiederum bis heute 40 andere Stile entstanden.

    Über die Zeit, entstanden noch viele andere Legenden um die Entstehung des Tang Lang Kung Fu. Wie in all den anderen Tierstilen, werden im Tang Lang, das Angriffs- und Verteidigungsverhalten der Gottesanbeterin nachgeahmt. So sind die typischen Fangschläge und Greif/Kontrolltechniken den Fangbewegungen der Gottesanbeterin nachempfunden. Diese Hand- und Armtechniken, verbunden mit der Beinarbeit des Affenstils, machen das Tang Lang Quan, zu einem wilden, unberechenbaren Selbstverteidigungssystem.

    Bei uns wird das, TaiJi Mei Hua Tang Lang Quan, unterrichtet.
    Quelle: Shifu Heiko Klisch